Vorstellungsgespräch | BewerbungsgesprächFür den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance |
| - Tell-A-Friend - Seite empfehlen - |
Tipps | Vorstellungsgespräch
→ Wenn du mehrere Einladungen hast, versuche das Bewerbungsgespräch zuerst mit den Unternehmen zu führen, an denen du etwas weniger interessiert bist. So kannst du die Gespräche im Misserfolgsfall als Übung abbuchen und ruhiger in die folgenden für dich wichtigeren Gespräche gehen.→ Mach dir bewusst, dass Personalchefs dich einfach nur kennenlernen möchten. Sie wollen erfahren, warum du für sie arbeiten willst und welche Fähigkeiten du mitbringst.
→ Ein gelungenes Vorstellungsgespräch ist kein Verhör, sondern ein Dialog. Dazu gehört auch, eigene Fragen zu stellen, um an wichtige Infos zu kommen. Bereite dich ausführlich auf das Gespräch vor. Sei vor allem authentisch. Versuche nicht, jemand anders zu sein oder eine Rolle zu spielen.
Vorbereitungen | Vorstellungsgespräch
Was sagt der 'Virtuelle Ruf' aus und wie wird er genutzt?Mehr als ein Viertel der deutschen Arbeitgeber suchen bei der Auswahl ihrer Bewerber gezielt nach Informationen über die Jobanwärter im Netz [Umfrage des BMELV 2009].
→ Wenn du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhältst, musst du wissen, was über deine Stärken und Schwächen im Internet veröffentlicht ist. Personalchefs stellen den Bewerber gerne Fragen zu diesen Veröffentlichungen. Die Antworten zeigen, ob du eine gestandene Persönlichkeit bist und dazu stehst.
→ Mit Hilfe von Suchmaschinen ist es heute für jedermann ein leichtes Spiel, private Dinge über die, für ihn 'interessante Person' heimlich herauszufinden, das sogenannte 'Ausgoogeln'. Das Internet gibt bereitwillig Auskunft. In Sozialnetzwerken und auf Portalen, die darauf spezialisiert sind, Leute zu bestimmten Themengebieten zu finden, gibt der Surfer bereitwillig Informationen preis. Die gemachten Angaben landen in den Suchmaschinen.
→ Gib also 'Vorname Name' bei google ein und schau nach, welcher 'Virtuelle Ruf' dir vorauseilt.
Warum sollst du deinen zukünftigen Arbeitgeber vorm Gespräch ausgoogeln?
Vor dem Führen des Einstellungsgesprächs solltest auch du deinen möglichen zukünftigen Arbeitgeber aktuell ausgoogeln. Die Online Recherche lohnt sich immer. Wenn du viele Infos zum Unternehmen hast, gehst du viel entspannter ins Vorstellungsgespräch.- Wie ist das Unternehmen aufgebaut - Produktspektrum, Mitarbeiterzahl, Umsatz, Marktstellung?
- Welche Chancen bieten sich dir?
- Was erzählen Mitarbeiter und Aussteiger in Online Foren über das Unternehmen?
- Passt du in die Unternehmenskultur?
- Kannst du dich mit der Unternehmensphilosophie identifizieren?
Die ersten 7 Sekunden | Tipps
Auch wenn du keine Angst davor hast, dich einem neuen Arbeitgeber vorzustellen, wird trotzdem Adrenalin durch deinen Körper fließen - beim Gedanken an das Bewerbungsgespräch.→ Kommst du zu spät, hast du bereits verloren. Warte lieber vor der Tür [15 min.], als dass du schweißgebadet hineinstürmst.
→ Die Bewertung einer Person durch eine andere erfolgt in den ersten 7 Sekunden, nachdem man sich gesehen hat.
→ Das beginnt mit dem Öffnen der Tür [Nicht aufreißen!] und setzt sich fort mit einer aufrechten Körperhaltung und ruhigen festen Gang hin zu deinem Ansprechpartner. Dabei blickst du ihr/ihm in die Augen, gerade und freundlich. Übe das zu Hause!
→ Beim Zusammentreffen schaust du weiter in die Augen deines Gegenübers, begrüßt ihn mit einem festen Händedruck und der Nennung seines Namens: 'Guten Tag, Frau/Herr Müller' und stellst dich deutlich mit deinem Vor- und Nachnamen vor. Ein freundliches Lächeln beim ersten Händeschütteln bricht i.d.R. das Eis. Achte aber darauf, dass du nicht mit ausgestreckter Hand auf deinen Gesprächspartner zugehst. Zurückhaltung versteht sich hier als Wertschätzung. Warte auf seine Begrüßung!
→ Setze dich erst, wenn man es dir angeboten hat. Nicht zu lässig, aber auch nicht zu steif sitzen. Eine gerade, aber aufrechte entspannte Haltung wirkt seriös und selbstsicher. Achte auf ein Lächeln und den Blickkontakt zu allen anwesenden Personen!
→ Nimm deine Unterlagen aus der Tasche und lege sie danach auf den Boden. Die eigene Tasche bleibt nicht auf dem Tisch liegen.
Händedruck | Tipps
- Der Händedruck ist eines der vielen kleinen Signale, die wir innerhalb der ersten Sekunden an einem anderen Menschen wahrnehmen. Der Händedruck eines anderen beeinflusst, wie wir über ihn denken. Das haben Wissenschaftler nun auch belegt. Außerdem wurde festgestellt, wie lange dieser Händedruck dauerte und ob die Bewerber den Personalchef dabei in die Augen schauten.
- Wie sich zeigte, erhielten Bewerber mit festem, kraftvollem Händedruck, der ein paar Sekunden dauerte und mit lebhaftem Händeschütteln und Augenkontakt einherging, deutlich bessere Beurteilungen als Bewerber, die nur kurz und lasch die Hand reichten. Die Bewerber mit dem kernigen Händedruck waren sehr extrovertiert und hatten somit eine charakterliche Voraussetzung für beruflichen Erfolg.
- Viele Frauen haben allerdings nur einen schwachen Händedruck oder geben zu kurz die Hand. Sie sind dadurch jedoch nicht benachteiligt, denn sie erhielten fast genauso gute Beurteilungen wie Männer mit kräftigem Händedruck. Ein Grund dafür war, dass sie ihre Schwäche mit mehr Augenkontakt und anderen positiven Körpersignalen kompensierten. Hinzu kam, dass die Personalchefs offenbar gar keinen kräftigen Händedruck von weiblichen Bewerbern erwarteten. Wenn ihnen trotzdem eine Frau in männlicher Manier die Hand reichte, waren sie umso mehr überrascht und angetan, was sich in besonders positiven Beurteilungen niederschlug. Diese Teilnehmerinnen wurden sogar noch besser beurteilt, als Männer mit einem kräftigen Händedruck.
Körpersprache | Tipps
→ Die eigene Körpersprache entscheidet maßgeblich, ob dich ein Gesprächspartner sympathisch oder unsympathisch findet.→ Menschen unter Stress verhalten sich anders als üblich. Jede innere Bewegung, Gefühle, Emotionen, Wünsche drücken sich durch deinen Körper aus. Im Beruf wie im täglichen Leben kann eine positive Körpersprache dir viele Türen öffnen.
→ Ein Großteil der Kommunikation wird über die Körpersprache vermittelt. Bei dem ersten Eindruck sind es sogar 100%.
→ Die Körpersprache beginnt bei den Füßen und setzt sich fort bis zur Kopfhaltung. Wenn deine Fußspitzen geradeaus oder nach innen zeigen, wirkt das unsicher. Wenn du breitbeinig stehst, wirkt das standfest und realistisch. Mit geschlossenen Füssen machst du einen zurückhaltenden bis unterwürfigen Eindruck. Frauen stehen oft mit geknickter Hüfte da. Es wirkt beim Gegenüber so, als ob sie Nähe suchen. Wenn Männer so da stehen, macht das einen coolen und lässigen Eindruck. Die Ausstrahlung von Selbstbewusstsein geht überwiegend über den Oberkörper. Wenn du aufrecht stehst, also auch hängende Schultern vermeidest, nimmt man dich als aufrechte Persönlichkeit wahr.
→ Beim Sitzen hat sich die 'Neunzig-Grad-Winkel'-Sitzhaltung bewährt. Zwischen Ober- und Unterschenkel befindet sich ein ebenso rechter Winkel wie zwischen Oberschenkel und Oberkörper.
→ In Deutschland sollte der Abstand beim Stehen zu deinem Gegenüber etwa eine Armlänge betragen. Zu viel Abstand zum Gegenüber könnte als Distanz suchend gedeutet werden.
→ Teil der Körpersprache ist die Kleidung. Frauen sollten im Beruf nicht auf erotische Wirkung setzen. Für Männer nicht förderlich sind u.a. Krawatten mit Comicfiguren, ausgefallene Schuhe oder Hawaii-Hemden.
→ Sitzen mehrere Gesprächspartner an einem Tisch, so suchst du den Augenkontakt zu allen. Starre niemals auf Tisch oder Wand. Keinen guten Eindruck hinterlässt du, wenn du vor Nervosität mit deinem Stuhl kippelst oder mit deinen Fingern auf den Tisch trommelst. Drehst du dich von deinem Gegenüber weg, demonstrierst du Unsicherheit oder gar Angst. Wenn du nur deine Arme verschränkst, wirkst du nicht automatisch unfreundlich. Solltest du allerdings noch deinen Kopf etwas wegdrehen und deine Fingernägel betrachten, kannst du mit großer Sicherheit nach Hause gehen, ohne Erfolg!
Selbstbewusstsein | Tipps
→ Zu Beginn wird dich der Personalchef bitten, etwas über dich zu erzählen, z.B. über deine Stärken und Schwächen. Das kannst du in der Vorbereitung schon zu Hause gut üben. Spreche das, was du über dich zu sagen hast, aufs Band und höre dir selbst einmal zu. Du merkst sehr schnell, an welchen Stellen in deinem Lebenslauf du ins Stocken kommst bzw. unsicher wirst.→ Bist du gewappnet für Fragen dieser Art: 'Was spricht gegen Sie als Bewerber für diese Stelle?'; 'Warum sollten wir uns gerade für Sie entscheiden?; 'Welche Position streben Sie an, wenn Sie in einem optimalen Klima arbeiten könnten?' Sollte dir beim Antworten der Atem stocken, du sprachlos werden und auch noch feuchte Hände bekommen, hat das was mit deinem Selbstbewusstsein zu tun. Es geht gar nicht darum, dass die Fragen ernsthaft ausdiskutiert werden sollen. Diese kreuzverhörähnlichen Situationen, Überraschungen und unerwarteten Fragen, bei denen du das Gefühl hast, in die Ecke gedrängt zu werden, sind darauf angelegt, zu erkennen, wie selbstbewusst du bist.
→ Ein natürliches Selbstbewusstsein, nicht Arroganz, kannst du dir aber nicht in 1 bis 2 Wochen vor dem Vorstellungsgespräch allein aufbauen. Selbstmarketing: Besser ankommen als andere
[Albert Einsein (1879-1955), größter Physiker aller Zeiten]
Personalchef | Bewerbungsgespräch
- Seriöse Personalchefs wissen, dass du als junger Bewerber im Vorstellungsgespräch nervös bist. Achte aber gerade deshalb in der Vorbereitung auf dein Einstellungsgespräch darauf, keine Sätze auswendig zu lernen. Besonders sind Antworten furchtbar, die offensichtlich im Bewerbungsratgeber stehen und nur heruntergeleiert werden, z.B., dass du zielstrebig, gewissenhaft und ehrgeizig bist.
- Personalchefs wollen dich kennenlernen, wie du wirklich bist. Frage ganz einfach deine Freunde oder deine Familie, welche Fähigkeiten, Stärken und Schwächen, sie an dir besonders schätzen.
- Der Personalchef wird dich auffordern, Fragen zu stellen. Du sollst auf diese Art getestet werden, wie groß dein Interesse an dem Job wirklich ist und wie intensiv du dich auf das Gespräch und das Unternehmen vorbereitet hast. Am Inhalt deiner Fragen ist sehr schnell zu erkennen, ob du nur die Stellenanzeige oder auch die Firmen-Webseite sowie einschlägige Fachartikel studiert hast.
- Sehr oft wird auch gefragt, wie du konkrete Probleme in der ausgeschriebenen Stelle lösen würdest.
- Fragen nach Urlaub und Freizeitausgleich kommen im 1. Gespräch nicht gut an. Informiere dich aber über Gehälter, die für Berufseinsteiger in deiner Branche üblich sind. Pokere bei der Gehaltsfrage nicht zu hoch, verkaufe dich gleichzeitig auch nicht unter Wert. Übertreibungen in beide Richtungen hinterlassen bei den Personalchefs einen schlechten Eindruck. Gehaltsverhandlung
- Vermeide Lästereien über frühere Lehrer, deinen Chef im letzten Praktikum oder letzten Arbeitgeber.
Nach dem Vorstellungsgespräch
Hast du dein Einstellungsgespräch gut überstanden, dann schicke noch am gleichen Tag eine Danke-E-Mail. Damit demonstrierst du dem Personalchef: Ich bleibe dran! Wenn du dich für das offene und kollegiale Gespräch bedankst, ist das ein Zeichen der Wertschätzung. Es muss aber authentisch sein.BildungsMakler-FAZiT. Ein Vorstellungsgespräch ist keine Einbahnstraße. Du solltest also nicht nur Fragen beantworten, sondern auch Fragen stellen können. Damit zeigst du, dass du interessiert bist und du dir Gedanken über das Unternehmen gemacht hast. Erfolgreich bist du, wenn du ein gepflegtes Äußeres zeigst und du einen offenen und freundlichen Eindruck machst. Für Personalchefs ist der Gesamteindruck wichtig. Dabei spielt die Körpersprache natürlich eine Rolle. Einzelne Fehltritte werden dir, wie auch bei deinen mündlichen Aussagen, verziehen. Häufen sich jedoch die Fehler, wird es für dich eng als Bewerber.
Absage | War alle Mühe umsonst, verzweifle nicht. Absagen bekommt jeder und auch ein misslungenes Vorstellungsgespräch ist immer noch eine gute Übung. Nach einer Absage fragst du aber direkt beim Personalchef nach, was verbesserungswürdig ist bzw. warum du die Stelle nicht bekommen hast. Vielleicht wurdest du nicht eingestellt, weil ein Bewerber 'nur' mehr Berufserfahrung hatte als du. Dann musst du es auch nicht persönlich nehmen. Dieses Nachfragen bringt dir neue Erkenntnisse für das nächste Gespräch.
Kernaussagen | Aktuelle Statistiken zum Bewerbungsgespräch
→ 30% aller Bewerber erscheinen ca. 15 Min. zu spät, 9% sogar 1 Stunde.→ 26% der Personaler beklagen, dass Bewerber im Gespräch ans Handy gehen.
→ 87% der Personalchefs bemängeln unangebrachte Kleidung.
→ 43% kritisieren Respektlosigkeiten und eine schlechte Ausdrucksweise.
→ 59% der Personalchefs finden generell, dass sich die Manieren der Bewerber in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert haben.
→ 39% der Personalchefs erwarten ein Dankschreiben, 98% wären dabei mit einer kurzen E-Mail zufrieden. Aber nur 33% von ihnen erhalten ein solches Feedback.
BildungsMakler-HiNWEiS. Zum Glück gibt es immer wieder Kandidaten, die sich im Vorstellungsgespräch daneben benehmen. Dieses Fehlverhalten lässt dann natürlich deine eigenen Chancen wachsen. Es ist aber sehr gefährlich, wenn du dich darauf verlässt, dass es genügend dieser 'Orientierungslosen' gibt!
Selbstmarketing | Vorstellungsgespräch | Teste dich
Selbstmarketing: Besser ankommen als andereGut sein allein reicht nicht. Erfolglose Vorstellungsgespräche nagen am Selbstwert und du fragst dich: 'Was mache ich eigentlich falsch?'. Meist ist es nicht die fachliche Qualifikation, sondern das Auftreten. Überzeugendes Auftreten, soziale Kompetenz, Selbstsicherheit und eine gewisse situative Gewandtheit geben meist den Ausschlag. Prüfe dich mit dem Selbstmarketing-Test vom renommierten geva-institut, wie andere dich wahrnehmen und was du tun musst, um dich künftig besser zur Geltung zu bringen. Die Münchner Berufsexperten beraten seit 15 Jahren Menschen in Karrierefragen. Mache dir jetzt diese Expertise zunutze und stelle dich dem Online-Test. Du erhältst eine aussagekräftige, persönliche Testauswertung mit Stärken- und Schwächenanalysen sowie Tipps, wie es künftig besser gehen könnte.
Mehr zum Selbstmarketing-Test vom geva-institut ...
Aktuelle Buchtipps | Bewerbungsgespräch
→ Souverän im Vorstellungsgespräch: Die optimale Vorbereitung für Um- und Aufsteiger - mit CD-ROM.
→ Testtraining 2000plus: Einstellungs- und Eignungstests erfolgreich bestehen
→ Das überzeugende Vorstellungsgespräch auf Englisch: Die 200 entscheidenden Fragen+die besten Antworten
→ Das Insider-Dossier: Einstellungstests bei Top-Unternehmen: Logik-, Analytik- und Intelligenztests meistern
→ Weltweit bewerben auf Englisch: Musterbeispiele für Anschreiben und Lebenslauf, Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch, Formulierungshilfen, länderspezifische Tipps


